Zollreform 2021 – Was bedeutet das?

Pakete aus China sind für den E-Commerce Handel von großer Bedeutung, insbesondere das Streckengeschäft (Dropshipping) profitiert von den Produkten aus China. Doch was bedeutet die Zollreform für Selbständige, die mit chinesischen Händlern zusammenarbeiten? Bereits bei vielen bekannt ist der Entfall der bisherigen Zollfreigrenze für Pakete aus dem Ausland, besonders aus China. Die Freibetragsgrenze für die Einfuhrumsatzsteuer liegt momentan noch bei 22 Euro und wird ab Juli 2021 entfallen.

Die Einfuhrumsatzsteuer fällt bei Bestellungen aus Nicht EU-Ländern an, daher auch für Bestellungen aus China. Die Steuer beträgt 19%, also genauso hoch wie die Mehrwehrtsteuer. Bisher war es so, dass man bis zu 22 Euro keine Steuer zahlen musste und so die Bestellungen mit einer Freigrenze empfangen konnte. Ab Juli nächstes Jahr wird es so sein, dass beispielsweise bei einer Bestellung von 200€ eine Einfuhrumsatzsteuer von 38 Euro zahlen muss.

Das bedeuetet für private Konsumenten oder Dropshipping-Betreiber, die mit Aliexpress oder Alibaba zusammenarbeiten, eine 19%-ige Zollsteuer auf jeden Artikel, so muss bereits bei einem Artikel von 1 Euro schon 19 Cent versteuert werden. Wie die Steuer für jede Bestellung bezahlt wird, steht noch in den Wolken. Allerdings müsste dies bei jedem Zollamt vor Ort geschehen, ob dann für jede einzelne Bestellung der Weg dorthin gemacht werden muss?

Was bedeutet das für Shops, die explizit mit chinesischen Händlern arbeiten und die Freigrenze genießen? Dafür muss sich jeder einzelne Shopbetreiber seine Lösung zusammenschneiden, oder es werden bis dahin neue Lösungen entworfen, die diese Steuer entlasten. Eventuell werden einige Betreiber auf andere Händler, die in der EU ansässig sind, zurückgreifen.

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